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Die 46 Hiragana schreiben, Stempel für Stempel
Hiragana sind die erste japanische Schrift, die die meisten lernen. Wie Kanjira dir alle 46 beibringt, warum die Strichfolge zählt und wofür die Stempel da sind.

Japanisch nutzt drei Schriften nebeneinander. Kanji tragen die Bedeutung, Katakana schreiben vor allem Wörter aus anderen Sprachen, und Hiragana halten alles zusammen: Endungen, kleine Wörter und die Lesungen über den Kanji. Wenn du mit einer Schrift anfängst, dann mit Hiragana. Es gibt 46 Grundzeichen, und in Kanjira lernst du alle kostenlos schreiben.
Warum die Strichfolge zählt
Jedes Zeichen wird in einer festen Reihenfolge von Strichen geschrieben, jeder Strich in einer festen Richtung. Das wirkt zuerst wie eine Regel um der Regel willen, zahlt sich aber schnell aus:
- Deine Zeichen werden ausgewogen. Die Strichfolge hält die Proportionen, damit あ wie あ aussieht und nicht wie ein Knoten.
- Du liest Handschrift besser. Von Hand geschriebene Kana verbinden oft Striche, und das ergibt erst Sinn, wenn du weißt, wohin jeder gehört.
- Ähnliche Zeichen verwirren nicht mehr. さ (sa) und ち (chi) sind Spiegelbilder, ぬ (nu) und め (me) unterscheidet nur eine Schlaufe, und ね (ne), れ (re) und わ (wa) beginnen gleich. Von Hand geschrieben bleibt der Unterschied hängen.
Die Strichdaten in Kanjira stammen von KanjiVG, einem offenen Projekt, das Reihenfolge und Richtung jedes Strichs festhält.
Zuschauen, nachfahren, dann aus dem Gedächtnis
Schreiben in Kanjira hat für jedes Zeichen drei Schritte:
- Zuschauen. Das Zeichen schreibt sich selbst, Strich für Strich, damit du Reihenfolge und Richtung siehst.
- Nachfahren. Du folgst jedem Strich mit dem Finger und fängst am Punkt an. Beginnt ein Strich an der falschen Stelle oder läuft er falsch herum, bittet dich Kanjira um einen neuen Versuch.
- Aus dem Gedächtnis. Die Vorlage verschwindet, und du schreibst das Zeichen allein.
Schaffst du alle drei, bekommt das Zeichen seinen Stempel. Deine Fingerbewegungen werden nur beim Zeichnen genutzt, um die Striche zu prüfen: Die App speichert deinen Fortschritt, nie die Zeichnung selbst.
Das Stempelheft
Jedes fertige Zeichen landet in deinem Stempelheft, und du siehst zu, wie sich die Seite füllt. Eine Kleinigkeit, aber aus Üben wird Sammeln. Manche Tage stempelst du eine ganze Reihe, an anderen ein einziges kniffliges Zeichen wie を (wo). Beides zählt.
Die Reihen folgen der klassischen Ordnung der japanischen Silbentafel: あいうえお, dann かきくけこ und so weiter bis ん (n). Wer Reihe für Reihe lernt, nutzt in jeder neuen Reihe die Vokale, die er schon kennt.
Nach den Hiragana
Sitzen die 46 Hiragana, kommen mit Kanjira Pro das Katakana-Schreiben und „Hören & schreiben“ dazu. Dort hörst du ein Wort und schreibst es auf, das verbindet Klang und Form. Aber kein Stress: Schon mit Hiragana kannst du die kleinen Furigana über den Kanji lesen, und damit öffnet sich eine Menge Japanisch.


